Vom 9. bis 16. Juli fuhren Teile des Mathe-/BioLKs sowie die Q11er aus zwei Seminaren für eine Woche nach Marina di Casal Velino in Süditalien. Begleitet wurden wir von der Frau Schmidt,Herrn Zahnleiter und Herrn Ballat.
Die Fahrt ging am Freitagabend los. Es stand eine anstrengende 17 stündige Fahrt vor uns. Wir fuhren quer über die Alpen, am Gardasee vorbei, wechselten den Busfahrer in Bologna und kamen, nachdem wir den Vesuv aus der Ferne bewundert hatten, endlich in Marina di Casal Velino an.

Strand von Marin di Casal Valino
Nach einer kurzen Einführung von Udo, dem Verantwortlichen vor Ort, strömten alle ohne groß nachzudenken bei 39°C Hitze zum Strand. Der schöne Sandstrand war schnell in drei Minuten zu erreichen.
Das Wichtigste stand aber noch bevor. Nämlich das kleine Finale, das wir in einem nahegelegenen Club auf großer Leinwand und natürlich mit deutschem Kommentar verfolgen konnten.

Lungomare mit unserem Stammcafe
Der zweite Tag bot wieder ein spannendes Programm. Wir wurden zunächst in zwei Gruppen aufgeteilt, eine Wanderer- und eine Kajakgruppe . Zu zweit wurde immer ein Kajak bemannt.

Kajakfahrer
Danach ging es auf direktem Wasserweg quer über die Bucht nach Pioppi, wo wir zwei Stunden lang auf die wandernde Gruppe warteten. In der Zwischenzeit genossen wir die Sonne und erforschten die kleine Hafenstadt. Als die andere Hälfte schweißtriefend ankam, bereiteten uns Udo und sein Team eine typische italienische Brotzeit zu. Köstlichkeiten wie eingelegte Oliven und unterschiedliche Käsesorten auf italienischem Brot erfrischten die erschöpften Schüler und bereiteten sie auf die weitere Etappe des Tages vor. Für die Kajakfahrer ging es nun ans Wandern. Mit einem Reiseführer an der Spitze und einem unbekannten Hund, der uns auf Schritt und Tritt folgte, überwanden wir bei sengender Hitze einen 600 Meter hohen Berg. Der Ausblick vom Gipfel entschädigte uns für die schweißtreibende Wanderung.

Wanderung von Pioppi zurück nach Marina di Casal Velino
Wieder in Marina di Casal Velino angekommen, stürmten wir ins Meer und ließen den Tag mit dem Finalspiel Spanien gegen Holland ausklingen.
Das Highlight dieser Fahrt war eindeutig die Besichtigung des Vesuvs. Bevor es jedoch auf den Vulkan ging, standen die Ruinenstädte Pompeij und Herkulaneum auf der Tagesordnung.

Theater von Pompeij

Herculaneum
Die beiden Städte wurden 79 n. Chr. bei einem Vulkanausbruch verschüttet, Herculaneum wurde von Schlamm bedeckt und dadurch konserviert. Ende des 16. Jahrhunderts wurde es in einem hervorragenden Zustand wieder entdeckt. Wir konnten uns wirklich gut vorstellen, wie die Stadt damals ausgesehen haben musste. In vielen Häusern waren noch bunte Wandmalereien zu bewundern. Nach der Besichtigung dieser beiden Orte ging es nun endlich auf den Vesuv.

Krater des Vesuv
Hierbei ist die Fahrkunst unseres Busfahrers zu erwähnen. Mit einem über 10 Meter langen Bus manövrierte er uns die winzigen, grauenhaften Serpentinen den Vesuv hinauf. Ein Glück, dass der Vesuv nach dem letzten Ausbruch um mehr als die Hälfte von über 3000m auf 1281m geschrumpft ist. Einen längeren Slalombusfahrtaufstieg hätten einige Schüler nicht mehr überstanden. Das letzte Stückchen bis zum Krater sind wir dann gewandert. Oben angekommen sahen wir nach langer Zeit wieder einmal Wolken und konnten auch dort eine herrliche Aussicht auf Neapel und den weltberühmten Hafen genießen. Wegen des letzten Ausbruchs 1944 konnten wir den Krater leider nur noch von oben besichtigen, der Vulkan ist immer noch aktiv und gefährlich. Unser Reiseführer ließ uns auch laut „Hallo“ schreien, um das Echo des Vulkans zu demonstrieren. Völlig erschöpft kamen wir auch an diesem Tag nach 13 Stunden wieder zu Hause an und verbrachten den Rest des Abends am Strand.
Der nächste Tag hielt eine entspannte Bootsfahrt zu Capo Palinuro entlang der Klippen bereit. Die Bootsfahrt führte in eine Grotte, deren Wasser leuchtend blau war. Ihr Name war dementsprechend auch „Blaue Grotte“. Die Fahrt dorthin dauerte ungefähr zwei Stunden. Wir wurden nach der Besichtigung wieder an einem Strand, an den man nur auf Wasserwege kommt, direkt vor einer Klippe abgesetzt, wo wir auch den ganzen Nachmittag verbrachten.

Strand von Capo Palinuso
Im Wasser konnte man sogar Fische beobachten. Auf dem Rückweg besichtigten wir noch eine Schwefelgrotte, die dementsprechend streng gerochen hat. Auch dieser Tag endete am Strand in Marina di Casal Velino
Der vorletzte Tag war wieder mehr von Stress geprägt. Im Eiltempo sind wir durch Salerno gerast, denn wir hatten viel Zeit auf einer Büffelfarm

Mozarella-Büffel Farm Vannulo
verloren, und haben leider von der Stadt nur den Dom gesehen. Danach ging es nach Paestum, wo noch drei gut erhaltene griechische Tempel zu bewundern waren. Paestum wurde mehrfach geplündert und als Steinbruch genutzt, unter anderem für den Dom in Salerno, wo Säulen verbaut wurden, sodass nur noch Grundmauern der Stadt zu sehen waren. In einem Museum konnten wir auch noch Ausgrabungsstücke betrachten.

Paestum, dorischer Tempel
Der vorletzte Tag hatte nicht wirklich eine Nacht gehabt. Sie wurde von fast allen Schülern „durchgemacht“.
Der letzte Tag war eher unspektakulär. Nachdem die Koffer gepackt und im Bus verstaut waren, hatten wir einen ganzen freien Tag, bevor unser Aufenthalt mit einem gemeinsamen Abendessen und der anschließenden Rückfahrt beendet wurde. Selbstverständlich haben wir in vollen Zügen das Meer ein letztes Mal genossen. Ansonsten wurde die Zeit mit stundenlangem UNO Spiel, Kickern und Tischtennis überwunden.
Entspannt und mit vollem Magen traten die erschöpften und sehr gebräunten Schüler des MPGs ihre Heimreise an. Diese Studienfahrt wird uns noch lange in Erinnerung bleiben!

auf der Rückfahrt